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Loslassen in der Natur

Erfahrungsbericht vom Kongress Geistiges Heilen 2019 in Rotenburg an der Fulda

Wie die Natur uns unterstützt, alte Themen loszulassen

Eine Gruppe von etwa 25 Menschen wartet am Foyer des Hotel Göbel in Rotenburg. Das Hotel ist wunderschön gelegen und von Wald umgeben. Das Interesse an der spirituellen Einkehr „Heilung durch die Natur“ hat die Menschen, alle Teilnehmer*innen am 17. Kongress Geistiges Heilen hier zusammengeführt. Wir beginnen mit einer kleinen Innenschau, warum uns dieser Workshop angezogen hat, was wir erhoffen und erfahren wollen.

Betrachte dein Leben aus verschiedenen Perspektiven

Die Leiterin Christina Müller-Stein führt uns nun einen kleinen Weg zum Wald hin, wo wir unterwegs eine erste Übung machen. Sie ist so simpel und doch so lehrreich: Schaue – mit deinem Thema im Herzen – in verschiedene Richtungen in der Natur. Jede Richtung bietet eine andere Perspektive. Und ebenso können wir unsere Lebensthemen aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Wenn wir uns der Natur hingeben, braucht es dazu keine besondere Anstrengung oder geistige Arbeit, sondern lediglich die Offenheit und Bereitschaft, die inneren Botschaften aufsteigen zu lassen und anzunehmen.

Loslassen heißt, aktiv Belastendes abzugeben

Anschließend geht es weiter zu einer Lichtung, wo die dritte Übung auf uns wartet – sowie zwei Spechte, die dort ihre Runden fliegen. An dieser Station geht es darum, etwas, das unser Leben schon länger belastet, loszulassen und der Erde zu übergeben. Es ist ein Akt der Befreiung, den wir uns selbst schenken können. Dafür gehen wir nun, jeder für sich, für 15 Minuten in die Natur. Wir lassen uns von inneren Impulsen führen, welche Themen wir nun abgeben wollen und in welcher Form es für uns stimmig ist. Christina Müller-Stein betont, dass das Loslassen auch ein aktives Geben ist, das unsere Bereitschaft erfordert, das Belastende wirklich abzugeben.

Als wir danach wieder zusammenkommen, gibt es zahlreiche, von innen heraus strahlende Gesichter. Viele Teilnehmer*innen erzählen, dass sie sich frei und weit fühlen.

Verbinde dich mit den Wurzeln der Bäume und spüre deine Erdung

Auf dem Rückweg durften wir noch eine vierte Übung machen. Hier ging es um die Wurzeln der Bäume und wie sie uns unterstützen, unsere eigenen Wurzeln und Erdung zu stärken.

Nimm die Schätze der Natur wahr

Zum Abschluss haben wir aus mitgebrachten Schätzen aus der Natur ein Mandala gelegt und „Danke“ gesagt. Es war wunderschön anzusehen, wie unterschiedlich die einzelnen Mitbringsel waren – von kleinen Hagebutten bis hin zu großen Ästen und Rindenstücken – und zusammen doch ein so harmonisches Bild ergaben.

Die große Kraft so einfacher Übungen und Naturerfahrungen

Mir haben diese Übungen – wieder einmal – gezeigt, wie einfach es ist, die Unterstützung der Natur bei Lebensthemen aller Art zu holen. Egal, um welche Herausforderungen es sich handelt – von kleinen Alltagssorgen bis hin zu größeren Lebensproblemen – du kannst mit ALLEM zu Mutter Natur, zu Pacha Mama, wie die Indigenen sie nennen, kommen.

Die Übungen sind in der Anwendung so leicht und wirklich für jeden Menschen nahezu jederzeit durchzuführen. Sie kosten nichts, nur die Bereitschaft, rauszugehen und sich auf die Natur wie auch auf sich selbst einzulassen. Das größte Abenteuer im Leben überhaupt.

Viel Freude!
Karin Myria Pickl


Über den Kongress

Der Kongress Geistiges Heilen wird jedes Jahr vom Dachverband Geistiges Heilen e. V. (DGH) organisiert und fand diesmal vom 11. bis 13. Oktober 2019 in Rotenburg a. d. Fulda statt. Über 25 Referentinnen und Referenten trugen mit rund 50 Vorträgen, Workshops, Heilritualen, Angeboten zur spirituellen Einkehr und einem Trommelkonzert-Ritual zu einem spannenden, berührenden, verbindenden, stärkenden und heilsamen Kongress-Wochenende bei.

Weitere Infos zum DGH: dgh-ev.de


(Text: Karin Myria Pickl, 13.10.2019, Beitragsfotos: DGH-Kongress 2019 / Oliver Avellino, Titelfoto: pixabay)

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